AFGHANISTAN

Nach mehr als drei Jahrzehnten fast ununterbrochener bewaffneter Konflikte leidet Afghanistan nach wie vor unter einer der weltweit höchsten Verseuchungsdichten durch Landminen und explosive Kampfmittelrückstände (ERW). Erschwerend kommt zu Afghanistans Schwierigkeiten hinzu, dass nach der Freigabe von Land aus Taliban-Hochburgen mehr Gefahrenbereiche identifiziert wurden, als zuvor bekannt waren, was die Notwendigkeit fortlaufender Spenderfinanzierung und vermehrter Aufmerksamkeit auf die Schwere des Problems unterstreicht, das sich nachteilig auf die Zivilbevölkerung und den sozioökonomischen Erfolg Afghanistans auswirkt.  Bei Untersuchungen werden immer noch neue Bereiche mit Minenaltlasten entdeckt; die nationale Minenräumbehörde (DMAC) hat der Datenbank im Jahr 2017 92km2 mit ERW-Verseuchung hinzugefügt und 20km2 gemeldet, die von zurückgelassenen improvisierten Minen betroffen sind.

In Afghanistan hat die Verseuchung mit Minen, explosiven Kampfmittelrückständen (ERW) und nicht zur Wirkung gelangten Kampfmitteln (UXO) eine riesige Menge an Opfern gefordert, wobei in den vergangenen 30 Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen über 32.500 Fälle registriert wurden.  Die von der DMAC gemeldete Verseuchung erstreckt sich, Schießanlagen nicht mitgerechnet, über 1.100 Quadratkilometer, wovon sich 168 Quadratkilometer in den nördlichen Regionen befinden, in denen die FSD tätig ist; das entspricht 15% der Verseuchung, aber dennoch gehört die Zahl der Geschädigten und Todesfälle in der Region zu den höchsten, die finanzielle Unterstützung für Opferbetreuung und wirtschaftliche Entwicklung dagegen zu den geringsten.

Bis Oktober 2019 wurden von der FSD insgesamt 596 Geschädigte und Todesfälle durch ERW und Minen in den vier Bezirken der Region Darwaz namens Darwaz (Nusai), Darwazbala (Maymay), Shaki und Khawan aufgezeichnet; in diesen Bezirken leben etwa 15% der Bevölkerung der Provinz Badachschan.

Die Einsatzgeschichte der FSD in Afghanistan reicht bis ins Jahr 2001 zurück, als Minenräumteams zur Unterstützung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) und des Amts der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) in Kandahar eingesetzt wurden.  In jüngerer Zeit hat die FSD seit 2010 Einsätze in der Provinz Darwaz durchgeführt. Dies geschah mit Finanzierung sowohl durch die deutsche PATRIP-Stiftung als auch durch das US Department of State (PM/WRA) für den Einsatz von Minenräumteams, Mehrzweck-EOD-Teams und auch Waffen- und Munitionsbeseitigungsteams (WAD-Teams).

Bis zum 31. September 2019 hat die FSD mehr als 450.000 m2 Gefechtsfelder und 2.3000.000 m2 verminte Gebiete in den entlegenen Bergregionen von Badachschan geräumt, wobei mehr als 29.000 AP-Minen und über 12.300 ERW/UXO-Einheiten vernichtet wurden.  Außerdem betreibt die FSD ein eigenständiges Opferbetreuungsprojekt in der Provinz Badachschan, das schätzungsweise mehr als 100 Opfer und Überlebende erreicht.

Rotary plant ein Projekt zur Unterstützung von Minenopfern mit der FSD

Ein besonderes Dankeschön an alle unsere Spender und Unterstützer:

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