IRAK

Die FSD setzt in Gebieten des Zentral- und des Nordirak, die kürzlich vom IS befreit wurden, ein Untersuchungs- und Räumungsprojekt für explosive Kriegsüberreste um. Das FSD-Programm begann mit der Mobilisierungsphase im Oktober 2015. Räumungs- und Untersuchungseinsätze wurden im März 2016 aufgenommen.

Das Projekt zielt darauf ab, die Bedrohung durch Explosionsgefahren in kürzlich befreiten Gebieten zu reduzieren, um die sichere Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Gemeinden zu ermöglichen. In diesem Gebiet begründen sich die Explosionsgefahren hauptsächlich auf IEDs, die in Form von improvisierten Landminen und Blindgänger eingesetzt wurden, was ein Ergebnis der Besetzung großer Gebiete des Irak durch den Islamischen Statt (IS) und der nachfolgenden Einsätze der Irakischen Sicherheitskräfte, der Peschmerga und der Koalitionskräfte ist, die für die Bekämpfung des IS erforderlich waren.

Der IS hat eine überwältigende Anzahl an IEDs in Form improvisierter Landminen als Teil seines Verteidigungsplans verlegt. Dies geschah nicht nur in Hindernisgürteln in Form von Minenfeldern, sondern weitet sich aus auf Sprengfallen in Häusern und Gebäuden besetzter Dörfer. Sobald sich die Sicherheitslage normalisiert hat, werden explosive Kriegsüberreste somit zu einem wichtigen Anliegen und die Gefahren durch improvisierte Sprengfallen und explosive Kriegsüberreste stellen für die Rückkehr von Flüchtlingen zu ihren Häusern und Lebensgrundlagen ein signifikantes Hindernis dar.

Die Einsatzbedingungen sind recht herausfordernd. Die technischen Herausforderungen begründen sich durch die improvisierte Art und die schiere Anzahl der explosiven Kampfmittel. Auch stellt die Räumung improvisierter Minen einen neuen Bereich der humanitären Minenräumung dar, der bis vor wenigen Jahren noch recht unbekannt war. Die Umwelt stellt ebenfalls eine Herausforderung dar, mit Temperaturen, die in 7 Monaten des Jahres 40 Grad überschreiten, mit kaltem und feuchtem Wetter im Winter und einer mangelhaften Infrastruktur als Folge des Konflikts. Während der IS größtenteils im Jahr 2017 geschlagen wurde, herrscht in vielen Teilen des Landes eine fortwährende Sicherheitsbedrohung durch die sporadischen und spontanen Angriffe Aufständischer.

Seit März 2016 ist die FSD primär in Kirkuk (die Bezirke Daquq und Kirkuk), Erbil (Bezirk Makhmur) und Ninive (Bezirk Al-Hamdaniya) mit der Untersuchung und de Räumung von explosiven Kriegsüberresten tätig. Die Ergebnisse sind bisher ermutigend. Gebäude und Häuser wurden für ihre früheren Bewohner geräumt, Schulen und sonstige Gemeindegebäude wurden für die Nutzung gesichert und große Gebiete von ehemals kontaminiertem Weide- und Ackerland wurden wieder an Landwirte freigegeben. Die FSD hat bis jetzt 13’500 Sprengsätze beseitigt und 6,5 Millionen Quadratmeter gereinigt, seitdem die Minenräumungsarbeiten aufgenommen wurden. Die FSD ebenfalls über 2’000 Risiko-Aufklärungsveranstaltungen für ungefähr 36’000 Männer, Frauen, Jungen und Mädchen des Bezirks Mossul abgehalten.

Simulation einer medizinischen Evaluation in der Nähe eines Minenfeldes

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