PHILIPPINEN

Seit dem Jahr 1968 sind das Zentrum und der Südwesten von Mindanao ein Schauplatz der Gefechte zwischen muslimischen Autonomisten und der philippinischen Regierung, mit einer wechselnden Abfolge von Friedens- und Konfliktzeiten. Jede Runde von Gefechten führt zu Blindgängern und neuen Explosionsgefahren, die ein ernsthaftes Sicherheitsproblem für die Zivilbevölkerung, Flüchtlinge und insbesondere Rückkehrer darstellen.

Im Jahr 2005 haben das Office of the Presidential Adviser on the Peace Proces (OPAPP) und das Committee for the Cessation of Hostilities (CCH) die FSD darum gebeten, technische Unterstützung zugunsten des Friedensprozesses mit der Islamischen Befreiungsfront der Moros (MILF) zu leisten. Die FSD wurde beauftragt, in Zusammenarbeit mit Mitarbeiterstäben von beiden Konfliktseiten eine gemeinschaftliche Untersuchung und ein Räumungskonzept für die Autonome Region Muslimisches Mindanao zu entwickeln. Die FSD klärte auch unabhängige internationale Waffenstillstandsbeobachter über die Gefahren auf.

Die Programme der FSD zielen darauf ab, die Parteien dabei zu unterstützen, dieses Hindernis zum Friedensprozess zu überwinden, indem sie herausfinden, wo es ein Problem mit Blindgängern gibt, Gemeinden vor den Gefahren warnen und Ressourcen für die UXO-Räumung mobilisieren, um das Problem dauerhaft zu lösen. Die Programme umfassen den Aufbau von Kapazitäten vorübergehender und etablierter Behörden in Bangsamoro, einschließlich der Schaffung des Bangsmaoro Mine Action Centre (BMAC), um Minenräumungs-Aktionen zu koordinieren und durchzuführen (Untersuchung, Räumung, Gefahrenaufklärung und Unterstützung der Opfer), sowie das Waffen- und Munitionsverwaltung.

Seit dem Beginn hat das Programm der FSD auf den Philippinen mehr als 185 professionelle Freiwillige für die Gefahrenaufklärung geschult, 1983 Gefahrenaufklärungs-Veranstaltungen durchgeführt, die mehr als 126.000 Begünstigte erreichten. Es wurden 450 Dörfer durchsucht, in denen 153 Explosionsgefahren festgestellt wurden. Von diesen wurden 41 Aufgaben in gemeinsamen GPH-MILF Blindgänger-Räumungseinsätzen abgeschlossen. 132 Opfer von Blindgängern wurden gemeldet und wo immer es möglich war, koordinierte die FSD die Opferunterstützung mit Organisationen wie dem IKRK.

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