Wir verwenden Tools zur Reichweitenmessung (wie Google Analytics 4 und Clarity) über den Google Tag Manager, um zu verstehen, wie diese Website genutzt wird, und um sie zu verbessern. Die Daten werden ausschliesslich zu statistischen Zwecken verwendet und nicht für gezielte Werbung eingesetzt.
Mindanao: Neues Einsatzzentrum für schnelle Reaktionen bei Explosionsgefahren
Nach wie vor ist die Insel Mindanao im Süden der Philippinen stark mit Blindgängern und zurückgelassenen Kampfmitteln verseucht – ein Erbe jahrzehntelanger bewaffneter Konflikte. Ob auf Feldern, in der Nähe von Wohnhäusern oder entlang von Wegen, die von Kindern genutzt werden: Diese Sprengkörper stellen eine ständige Gefahr für die Bevölkerung dar.
Bis vor kurzem zögerten viele Einwohner·innen aus Angst, Misstrauen oder aufgrund mangelnder Informationen, verdächtige Funde zu melden. Daher blieben Munitionsreste oft monate- oder sogar jahrelang liegen und setzten die Bevölkerung dem Risiko schwerer, teils tödlicher Unfälle aus.

Heute hat sich die Situation verändert. Am 24. November 2025 wurde in Mindanao ein Einsatzzentrum eingeweiht, das der Koordination und Bewältigung explosiver Gefahren gewidmet ist. Das in Zusammenarbeit mit der FSD und den am Friedensprozess beteiligten Parteien eingerichtete Zentrum bringt die philippinische Polizei und die Streitkräfte zusammen und ermöglicht nun eine schnelle, koordinierte und wirksame Reaktion auf jede Meldung.

«Seit das Einsatzzentrum voll einsatzfähig ist, löst jeder Hinweis auf einen möglichen Sprengkörper eine schnelle Reaktion innerhalb von 48 Stunden aus», erklärt Polizeibeamtin Shahanie D. Die Informationen werden zentral erfasst, die Zuständigkeiten sind klar definiert und die Einsatzteams wissen genau, wie sie handeln müssen, um Unfälle zu verhindern. «Wenn wir einen Anruf zu einem Sprengkörper erhalten, können wir sofort alle notwendigen Informationen zusammentragen und über das Einsatzzentrum eine koordinierte Reaktion einleiten», fügt ihre Kollegin Edna L. hinzu.

Parallel dazu setzen die Teams der FSD ihre Sensibilisierungsbemühungen fort. Sie wollen den Einwohner·innen beibringen, gefährliche Objekte zu erkennen, sich vor ihnen zu schützen und verdächtige Gegenstände dem Zentrum zu melden.
Über die unmittelbare Risikominderung hinaus spielt die Eröffnung des Zentrums eine Schlüsselrolle bei der Friedensförderung. Indem Akteure, die früher verfeindet waren, rund um ein gemeinsames Ziel — den Schutz der Bevölkerung — zusammenarbeiten, trägt das Einsatzzentrum dazu bei, Vertrauen zwischen den verschiedenen Konfliktparteien wiederherzustellen. Diese konkrete Zusammenarbeit, die im Friedensabkommen verankert ist, stellt einen wichtigen Schritt hin zu dauerhafter Sicherheit für die Gemeinschaften und zu einem Frieden dar, der Tag für Tag aufgebaut wird.
Alles anzeigen
Mindanao: Neues Einsatzzentrum für schnelle Reaktionen bei Explosionsgefahren
Bis vor kurzem zögerten viele Einwohner·innen aus Angst, Misstrauen oder aufgrund mangelnder Informationen, verdächtige Funde zu melden. Daher blieben Munitionsreste…
Humanitäre Minenräumung Nicht kategorisiert
QR-Codes, die Leben retten
In der Oblast Charkiw in der Ukraine leben die Bewohner∙innen täglich mit der unsichtbaren, aber sehr realen Präsenz von explosiven…
Prävention und Risikoaufklärung
Die FSD stärkt die mechanischen Minenräumkapazitäten der Ukraine
Die FSD (Fondation suisse de déminage) hat ein neues, vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) der Schweiz finanziertes Projekt gestartet, um…
Maschinen, Drohnen und Technologien Humanitäre Minenräumung Nicht kategorisiert