UNSERE ARBEIT

20170520_102208

LAND GESÄUBERT UND GESICHERT

430 975 343 m2

SICHERHEITSTRAININGS

44 055

DIREKTHILFE-EMPFÄNGER

2 250 314

Minenräumung

Räumen von Landminen und explosiven Kampfmittelrückständen
Die FSD räumt explosive Kampfmittelrückstände, damit die Menschen wieder in Sicherheit leben können. Landminen sind nicht die einzige explosive Bedrohung für Zivilisten, wenn ein Krieg endet. Oftmals stellen Bomben, Artilleriegranaten, Mörsergranaten, Raketen oder Streumunition, die während des Einsatzes nicht explodierten, weiterhin eine hohe Explosionsgefahr dar, manchmal selbst Jahrzehnte nachdem sie abgeschossen wurden. Weiterhin werden in vielen postmodernen Konflikten in großem Umfang improvisierte Sprengfallen (IEDs = improvised explosive devices) eingesetzt. Dabei handelt es sich um Vorrichtungen, die konventionelle Explosivstoffladungen oder improvisierte, selbstgemachte Sprengkörper nutzen. Zusätzlich verwenden sie möglicherweise improvisierte Auslösemechanismen, bei denen einfache oder komplizierte Elektroteile, Radios und Fernzünder, lange Führungsdrähte, Stolperdrähte oder versteckte Sprengsätze mit Druck- oder Druckentlastungs-Schaltern verwendet werden. Die Vielzahl an improvisierten Mechanismen, die möglicherweise eingesetzt werden, in Kombination mit den unvorhersehbaren, individuell improvisierten Konstruktionsmethoden stellt eine völlig neue und gefährliche Bedrohung für humanitäre Hilfsorganisationen dar.
Einsatzgebiete:  IraqAfghanistanTadschikistanKolumbienUkrainePhilippinen

Zerstörung von Landminen, Waffen und Munitionsvorräten
Die FSD sammelt, sichert und zerstört Vorräte von Landminen, Waffen und Munition, um das Risiko für die Zivilbevölkerung zu mindern. Viele Länder halten veraltete Munitionsvorräte, die aufgrund schlechter Aufbewahrungsbedingungen und unvorhersehbaren Eigenschaften von explosiven Bestandteilen mit abgelaufenem Verfallsdatum eine Gefahr für die Zivilbevölkering darstellen können. Wenn ein Konflikt endet, entstehen durch Abrüstungskampagnen möglicherweise Waffenvorräte, die zerstört werden müssen, um zu verhindern, dass es zu Massenexplosionen in Lagereinrichtungen kommt, oder zu Unfällen bei der Nutzung von abgelaufenen Kampfmitteln, oder aber dass Großmengen veralteter Sprengkörper an sich eine Gefahr darstellen oder in die falschen Hände geraten.
Einsatzgebiete: Tadschikistan

Aufklärung über die Gefahr der Minen und nicht-explodierter Munition
Kinder gehören in einer Nachkriegsphase zu den ersten Opfern von Blindgängern, Landminen und explosiven Kampfmittelrückständen. Wenn Räumung nicht machmar erscheint, ist eine der besten Methoden zur Verhinderung von Unfällen mit Minen und Sprengstoffen, gefährliche Gebiete zu markieren und die Menschen, die in der Nähe leben, aufzuklären, um das Bewusstsein für solche Gefahren zu stärken und das Verhalten der Anwohner anzupassen. Während die Aufklärung über die Gefahr der Minen die Bedrohung nicht beseitigt, reduziert sie die Wahrscheinlichkeit von Unfällen. Die FSD klärt Kinder, Jugendliche und Erwachsene in kontaminierten Regionen auf. Oftmals ist die Aufklärung über die Gefahr der Minen mit der Mobilisierung eines Engagements auf Gemeindeebene, der systematischen Sammlung von relevanten Daten, der Versorgung von Minen-Opfern sowie mit Untersuchungs- und Räumungsaktivitäten verbunden.
Einsatzgebiete: AfghanistanUkrainePhilippinen

Betreuung der Opfer

Die Betreuung der Opfer ist ein zentraler Bestandteil der Minenräumung und gemäß der Ottawa-Konvention eine Pflicht der Vertragsstaaten. Die FSD kümmert sich weltweit in Abstimmung mit ihren internationalen Minenräumungs-Aktivitäten um die Pflege, die Versorgung und die gesellschaftliche und wirtschaftliche Wiedereingliederung von Minenopfern.

Die Opferbetreuung setzt sich zusammen aus verschiedenen konkreten Maßnahmen, die darauf ausgelegt sind, dass die mittel- und langfristigen Bedürfnisse der Minenopfer, ihrer Familien, der Gemeinden, die von Minen betroffen sind, und von Menschen mit Behinderungen nachhaltig abgedeckt werden. Die Betreuung der Opfer umfasst unter anderem die medizinische Notfall- und Dauerversorgung, die körperliche Rehabilitierung, die psychosoziale Unterstützung und die gesellschaftliche und wirtschaftliche Wiedereingliederung, sowie Gesetze und staatliche Strategien, welche unter einer Menschenrechtsperspektive die wirksame Behandlung, Pflege und den Schutz aller Bürger mit Behinderungen fördern, einschließlich der Opfer von Landminen.
Einsatzgebiete: Afghanistan

DSC00150 (1)

Verminderung von Waffengewalt

Logistische Unterstützung in zivilen Aktivitäten im Sicherheitssektor
Sobald der bewaffnete Konflikt endet, ist eine der Prioritäten zur Stabilisierung der Lage, die Sicherheit der Menschen wiederherzustellen. Die zivile Kontrolle über die Streitkräfte, die Polizei und sonstige Sicherheitsorganisationen muss als grundlegende Funktion wiederhergestellt werden, um nachhaltige Stabilität zu erreichen. In vielen armen Ländern fehlen diesen Sicherheitsinstitutione die logistischen Fähigkeiten, die Infrastruktur und die Unterstützung, um die interne Organisation wieder aufzubauen. Gegen solchen Herausforderungen bemüht sich die FSD um den Wiederaufbau der Management- und Verwaltungskapazitäten der Streitkräfte in nicht-kriegerischen Bereichen, durch den Wiederaufbau und die Sanierung der Infrastruktur, des Logistikmanagements und der Personalverwaltungssysteme. Die FSD unterstützt ebenfalls ehemalige Soldaten in ihrer Rückkehr ins zivile Leben.
Einsatzgebiete: Zentralafrikanische Republik

Reduktion der Waffengewalt
In vielen Konflikt- oder Nachkonfliktssituationen erhöht sich die allgemeine Gewaltbereitschaft in städtischen und ländlichen Gebieten, vor allem als Folge des allgemeinen Anstiegs der Waffengewalt. Die FSD beteiligt sich an Präventions- und Schutzaktionen, die auf Regeln und Verhaltensweisen abzielen, die die Bereitschaft zur Waffengewalt senken. Das umfasst die folgenden Aktionen: Waffenkontrolle und Gefahrenaufklärung, Gewaltprävention, Kapazitätsbildung bei den Sicherheitsakteuren und Schutz der direkten Opfer und gefährdeter Gruppen.
Einsatzgebiete: Zentralafrikanische Republik

Beseitigung von Klein- und Leichtwaffen

Wenn die Unsicherheit in Postkonfliktgebieten wieder wächst, führen viele Zivilisten Kleinkaliberwaffen mit sich. Der weitverbreitete Besitz und potentielle Gebrauch von Klein- und Leichtwaffen kann zu einem erhöhten Gewaltniveau beitragen. Nach Möglichkeit kümmert sich die FSD aktiv um Sammel- und Beseitigungsprogramme für Klein- und Leichtwaffen.
Einsatzgebiete: Tadschikistan

660

Forschung und Entwicklung

Fernerkundung mit Drohnen und Satelliten

Die FSD hat sich seit vielen Jahren mit der Erforschung der besten Nutzung von Drohnen und Satelliten für die Minenräumung, den Umweltschutz oder im Allgemeinen für humanitäre Projekte beschäftigt. Drohnen können dabei helfen, gefährliche Gebiete und Katastrophen zu untersuchen und zu kartographieren oder indem sie medizinische Versorgung in abgelegene Gebiete transportieren. Satelliten und sonstige Weltraumressourcen können dazu verwendet werden, Umweltverschmutzung zu entdecken und zu verhindern.

Projekte: Einsatz von Drohnen in der humanitären Hilfe

Sanierung der Verschmutzung durch Schwermetalle durch den mineralgewinnenden Bergbau und organische Pestizide.

Eine der Zielsetzungen der FSD, zusätzlich zur Minenräumung, ist die Räumung und Sanierung von Altlasten und Umweltschäden in der Nachkonfliktphase, einschließlich toxischer Schwermetalle, nuklearer Bergbauabfälle, Pestizide und chemischer Schadstoffe.

Die FSD ist seit 2014 ein ordentliches Mitglied der Coordination Group of Uranium Legacy Sites (CGULS). Diese Gruppe wird durch die Internationale Atomenergie-Organisation verwaltet. Die Sanierungspläne der FSD in Tadschikistan und Kirgisien wurden bei diversen Gelegenheiten auf CGULS-Ebene vorgelegt und besprochen. Die FSD hat einen Beratungsausschuss internationaler Experten mit ausgiebiger Erfahrung in der Sanierung von Gebieten mit Uran-Altlasten und in Umweltverträglichkeitsprüfungen gegründet und erhält Beratung und Unterstützung von diversen Organisationen (das BGR in Hannover, Deutschland; das Jozef-Stefa-Institut in Slowenien und andere).

Projekte: TadschikistanGiftmüll