Äthiopien

Minenaktion
Risikoaufklärung über die Gefahren durch Sprengkörper
In Äthiopien trägt die FSD durch Sensibilisierungsveranstaltungen, die in Zusammenarbeit mit der lokalen Organisation EPSS durchgeführt werden, zum Schutz der Bevölkerung in von Minen und explosiven Kampfmittelrückständen betroffenen Gebieten bei.

Ein Land geprägt von jahrelangen Konflikten und Instabilität

Zahlreiche interne und grenzüberschreitende Konflikte haben dazu geführt, dass Äthiopien stark mit Minen und explosiven Kriegsresten verseucht ist. Diese sind in mehreren Regionen, insbesondere in Afar, Tigray, Amhara und Somali, verstreut. In einigen Gebieten dauern die Gewalttätigkeiten an, was den Zugang für humanitäre Organisationen erschwert und der Bedarf an Wasser, medizinischer Versorgung und angemessenen Unterkünften ist nach wie vor enorm. Gleichzeitig machen die Ausdehnung der verminten Gebiete und die grossen Mengen an Blindgängern die Minenräumungsarbeiten besonders komplex.

Schutz der Bevölkerung durch Sensibilisierung

Dank der Unterstützung privater Spender·innen führt die FSD in Zusammenarbeit mit der lokalen Organisation EPSS in der Region Tigray Sensibilisierungskampagnen zu den Risiken von Sprengkörpern durch. Diese Aktivitäten richten sich in erster Linie an Kinder, die mehr als 60 % der Unfallopfer im Land ausmachen. Während der Veranstaltungen erhalten die Teilnehmenden Informationen und praktische Ratschläge, um gefährliche Gegenstände zu erkennen, die richtigen Reflexe zu entwickeln, Risikogebiete zu meiden und verdächtige Gegenstände zu melden. Solange die Minenräumung noch andauert, ist die Aufklärung das wirksamste Mittel, um die Risiken für die lokale Bevölkerung zu verringern.