Zentralafrikanische Republik

Wiederaufbau der Gemeinschaft Frieden und Stabilität
Sozioökonomische Unterstützung Unterstützung von Friedensprozessen
Seit 2014 führt die FSD verschiedene Projekte in der Zentralafrikanischen Republik durch, um den Friedensprozess zu stärken, die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und eine nachhaltige sozioökonomische Entwicklung zu fördern.

Jahrzehntelange Konflikte und eine schwere humanitäre Krise  

Die Zentralafrikanische Republik ist von jahrzehntelangen bewaffneten Konflikten und anhaltender Instabilität geprägt. Insbesondere wiederkehrende Spannungen zwischen nomadischen Viehzüchter·innenund lokalen Gemeinschaften verschärfen die Situation. Obwohl sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren allmählich verbessert hat, werden weiterhin Tausende Familien aus ihren Häusern vertrieben. Ernährungsunsicherheit und klimatische Schocks verschärfen die bestehende Instabilität im Land weiter. In vielen Regionen ist der Zugang zu Wasser, medizinischer Versorgung und grundlegenden Dienstleistungen weiterhin eingeschränkt.  

Hinzu kommt eine unsichtbare Bedrohung: Minen und explosive Kriegsrückstände verletzen und töten weiterhin Zivilpersonen und schränken gleichzeitig deren Bewegungsfreiheit ein. Fehlende Mittel und der mangelnde Zugang zu staatlichen Dienstleistungen führen dazu, dass die Strassen verfallen. Das hat eine zunehmende Isolation der Gemeinschaften zur Folge, was wiederum die lokale Wirtschaft schwächt und die Spannungen verschärft. 

Dank des Entwaffnungsprojekts habe ich jetzt einen Job und habe mir etwas aufgebaut. Das alles würde ich niemals aufgeben, um wieder zu den Waffen zu greifen.

Infrastrukturen reparieren und Gemeinschaften wieder verbinden 

Im Rahmen der Entwaffnungsbemühungen hat die FSD von 2020 bis 2024 die Wiedereingliederung ehemaliger Mitglieder bewaffneter Gruppen durch Berufsausbildungen unterstützt, die ihnen die Rückkehr ins zivile Leben erleichtern sollen. Seit 2026 engagiert sich die FSD zudem für den Wiederaufbau der Verkehrsachse Bouar–Bocaranga, um die Gemeinschaften an Märkte und wichtige Dienstleistungen anzubinden. Die Arbeiten gehen mit der Ausbildung lokaler Arbeitskräfte im Bereich des Strassenunterhalts einher, insbesondere von Jugendlichen und ehemaligen Kombattant·innen. Darüber hinaus umfasst das Projekt eine Umweltkomponente, die darauf abzielt, die Erosion durch Bepflanzungen zu begrenzen sowie eine verbesserte Entwässerung und ein besseres Abflussmanagement zu erreichen. 

In Gebieten, die durch Sprengkörper gefährdet sind, wird die FSD Sensibilisierungskampagnen durchführen, um das Unfallrisiko in der Umgebung der Baustellen sowie auf den Transportwegen zu verringern. Um Spannungen im Zusammenhang mit dem Zugang zu Ressourcen — insbesondere zwischen nomadischen Hirt·innen und Landwirt·innen — vorzubeugen, unterstützt die FSD lokale Massnahmen zur Vermittlung und Erleichterung der Transhumanz.

Parallel dazu bieten die Teams der FSD in Bangui und Bouar Schulungen und andere Aktivitäten an. Diese zielen darauf ab, die Selbstständigkeit von Frauen zu stärken und die am stärksten benachteiligtenMenschen zu unterstützen, insbesondere gehörlose Mädchen und junge Frauen. 

Diese Massnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit nationalen und lokalen Behörden sowie in Abstimmung mit internationalen Partnern, insbesondere der MINUSCA, umgesetzt. 

Konkrete Ergebnisse, die Stabilität bringen  

Die FSD trägt durch die Kombination von sozioökonomischer Wiedereingliederung, Erleichterung der Mobilität, Verringerung der Risiken durch explosive Kriegsrückstände und Stärkung lokaler Kompetenzen dazu bei, ein sichereres Umfeld zu schaffen, das den Wiederaufbau der Gemeinschaften im Westen der Zentralafrikanischen Republik begünstigt.  

Der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wird erleichtert und die Wiederaufnahme wirtschaftlicher Aktivitäten gefördert. Die aktive Einbindung der lokalen Bevölkerung stärkt die Lebensgrundlagen und den sozialen Zusammenhalt. Die Integration von Massnahmen zur Stärkung der Umweltresilienz sowie die enge Zusammenarbeit mit Behörden und Partnern ermöglichen es schliesslich, diese Aktionen in einer nachhaltigen Dynamik zu verankern. 

Unsere Wirkung in der Zentralafrikanischen Republik (2024)
48
Landwirt·innen in biologischer Landwirtschaft ausgebildet
14
gehörlose Teenagerinnen im Nähen ausgebildet