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Touristische Ziele, die noch immer von den Narben des Krieges gezeichnet sind
Kambodscha, Sri Lanka und Kolumbien sind mit ihren Stränden, tropischen Wäldern sowie ihrem reichen historischen und kulturellen Erbe Traumziele für viele Reisende. Doch hinter diesen idyllischen Landschaften verbergen sich noch immer Minen und Blindgänger, eine Tatsache, die Touristen oft nicht bewusst ist.
Weltweit ist fast jedes dritte Land betroffen, darunter vor allem Südostasien, Nord- und Zentralafrika, Zentralasien sowie Lateinamerika.

Für die meisten Reisenden sind die Risiken gering, solange sie sich auf ausgetretenen Pfaden bewegen. Unfälle sind jedoch nicht ausgeschlossen: 2019 wurde beispielsweise ein deutscher Tourist im Norden Myanmars bei einer Motorradfahrt durch eine Antipersonenmine getötet. Für die Menschen in den betroffenen Regionen hingegen stellen Minen und explosive Kriegsrückstände eine tägliche Bedrohung dar. Jede Tätigkeit – sei es Landwirtschaft, das Sammeln von Brennholz oder der Weg zum Markt – kann gefährlich sein, und die Angst, dass Kinder in verseuchten Gebieten spielen könnten, ist allgegenwärtig.
Minenräumung als Schlüssel zum Tourismus
Einige Länder haben aufgrund ihres Rufs als unsichere Reiseziele Schwierigkeiten, Besucher·innen anzuziehen. Für sie ist die Minenräumung entscheidend, um den Tourismus wiederzubeleben und Einnahmen für den Wiederaufbau zu generieren. Der Irak etwa verfügt über ein enormes touristisches Potenzial mit einem aussergewöhnlichen historischen Erbe, bedeutenden spirituellen Stätten und spektakulären Naturlandschaften. Die Berge Kurdistans, die derzeit von Minen geräumt werden, könnten schon bald Wandernde und Bergsteiger·innen sicher willkommen heissen.

Andere Länder haben es bereits geschafft, die Spuren vergangener Kriege weitgehend zu beseitigen. Kroatien, das heute zu den führenden Reisezielen Europas zählt, war einst stark verseucht. Zwischen 1991 und 2020 wurden fast 2’000 Opfer von Minen und explosiven Kriegsresten registriert. Zwar ist das Land noch nicht vollständig minenfrei, doch dank umfangreicher Räumungsmassnahmen konnten touristische Gebiete gesichert und das Image des Landes wiederhergestellt werden.

Der Aufstieg des „Dark Tourism“
Während manche ohne es zu wissen ein minenverseuchtes Land bereisen, suchen andere gezielt den Nervenkitzel der Gefahr. Der wachsende Trend des “Dark Tourism”, auch Katastrophentourismus genannt, umfasst Besuche von Katastrophengebieten, historischen Stätten, die von Tragödien geprägt sind, sowie ehemaligen Schlachtfeldern – und in einigen Fällen auch Gebieten, die noch immer mit Minen und explosiven Kriegsresten verseucht sind.
Um sicher zu reisen, ist es am besten, die offiziellen Richtlinien zu befolgen, auf markierten Wegen zu bleiben und wachsam zu sein. Unterdessen arbeiten Minenräumer·innen Tag für Tag daran, betroffene Gebiete zu sichern, die Bevölkerung zu schützen und den Wiederaufbau zu ermöglichen. Ihre Arbeit ist unerlässlich, damit diese Regionen eines Tages wieder Reisende empfangen und ein neues Kapitel jenseits des Konflikts beginnen können.
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