Kirgisistan

Nachhaltige Entwicklung Minenaktion
Bodensanierung Humanitäre Minenräumung
Die FSD führt ein Projekt in Kirgisistan durch, das darauf abzielt, die Kompetenzen der kirgisischen Behörden im Hinblick auf die Verwaltung von Waffen- und Munitionsbeständen sowie die Beseitigung von Minen und explosiven Kriegsresten, die sich noch im Land befinden, zu stärken.

Explosive Risiken aus vergangenen Kriegen

Einige Grenzgebiete zu Usbekistan und Tadschikistan sind nach wie vor mit Minen und anderen explosiven Kriegsüberresten verseucht. Überbleibsel vergangener Konflikte. Insbesondere die Provinz Batken ist davon betroffen: Die Verseuchung schränkt den Zugang zu Weide- und Ackerland ein und führt immer wieder zu Unfällen unter der Zivilbevölkerung. Auch veraltete und ungesicherte Lagerbestände bergen Risiken, darunter die mögliche Aneignung durch kriminelle Akteure. Diese Gefahren bedrohen die Bevölkerung und den grenzüberschreitenden Handel, weshalb es unerlässlich ist, die lokalen Kapazitäten zum Umgang mit diesen Risiken und zu ihrer Beseitigung zu stärken.

Unsere Wirkung in Kirgisistan (2025)
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Grenzschutzbeamt·innen in der Aufspürung und Unschädlichmachung von Sprengstoffen geschult
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Partnerschaft zum Kapazitätsaufbau mit der OSZE

Stärkung lokaler Kompetenzen für dauerhafte Wirkung

In Zusammenarbeit mit der OSZE schult und unterstützt die FSD kirgisische Grenzschutzbeamt·innen dabei, Sprengstoffe aufzuspüren und unschädlich zu machen Bestände an veralteten oder illegalen Waffen und Munition zu verwalten sowie Sprengstoffspürhunde zur Identifizierung gefährlicher Sprengkörper einzusetzen. Im August 2025 wurde diese Zusammenarbeit durch den Start eines neuen Projekts zum Kapazitätsaufbau mit dem OSZE-Programmbüro in Bischkek weiter gestärkt. Das Projekt kombiniert Schulungen und Mentoring, um die Verfahren an internationale Sicherheits- und Qualitätsstandards anzupassen. Im November fand in Osch ein erster Schulungskurs statt, in dem zehn Grenzschutzbeamte grundlegende Kenntnisse in der Kampfmittelbeseitigung erwarben.

In der Vergangenheit hat die FSD bereits andere Projekte in Kirgisistan durchgeführt. Damals ging es um eine andere Art von Kontamination: giftige Rückstände aus der ehemaligen Uranbergbauindustrie.

Stärkung der Zusammenarbeit und der Nachhaltigkeit 

Im Jahr 2026 wird die FSD den kirgisischen Grenzschutz weiterhin durch Fortbildungen und kontinuierliche Betreuung unterstützen, wobei der festgestellte Bedarf zugrunde gelegt wird. Zudem plant die Organisation, ihren Ansatz auf regionaler Ebene auszuweiten, um zu einer besseren Koordinierung und einheitlicheren Standards in ganz Zentralasien beizutragen.

Das Programm der FSD in Kirgisistan wird vom britischen Ministerium für Auswärtiges, Commonwealth & Entwicklung (FCDO) finanziert.