Ukraine

Minenaktion
Humanitäre Minenräumung Stärkung lokaler Kompetenzen Risikoaufklärung über die Gefahren durch Sprengkörper
Die FSD ist seit 2015 in der Ukraine tätig und arbeitet derzeit in den Regionen Tschernihiw, Charkiw, Donezk, Cherson, Poltawa, Mykolajiw und Sumy. Rund 450 Mitarbeitende sind damit beschäftigt, Minen und explosive Kriegsreste aufzuspüren und zu entschärfen sowie die lokalen Kompetenzen im Bereich der humanitären Minenräumung zu stärken.

Mehr als ein Viertel des Landes potenziell von Minen betroffen

Der Krieg in der Ukraine hinterlässt weiterhin ein schweres Erbe an Antipersonenminen, Antifahrzeugminen und Blindgängern, die täglich eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen. Mehr als ein Viertel des Landes könnte kontaminiert sein. Diese explosiven Überreste behindern zudem den Zugang zu lebenswichtigen Infrastrukturen, erschweren die Lieferung humanitärer Hilfe, bremsen den Wiederaufbau und die Wiederaufnahme der Landwirtschaft und verhindern die sichere Rückkehr vertriebener Menschen.

33 Minenräumteams der FSD im Einsatz in der Ukraine

Insgesamt sind rund 450 Mitarbeitende der FSD in den Regionen Tschernihiw, Charkiw, Donezk, Cherson, Poltawa, Mykolajiw und Sumy im Einsatz. Die FSD verfügt derzeit über 33 Minenräumteams, 10 Teams für nicht-technische Untersuchungen, 5 mechanische Minenräumteams, 1 Minenspürhundeteam sowie 10 Teams für die Risikoaufklärung über die Gefahren durch Minen und explosive Kampfmittelrückstände.

Unsere Wirkung in der Ukraine (seit Juni 2022)
+500’000
Personen für die Gefahren von Minen sensibilisiert
+600
Mitarbeitende im Einsatz
+5’000’000
Quadratmeter gesicher

Bedrohungen neutralisieren, um Leben wiederaufzubauen

Durch die Minenräumung auf Feldern, in städtischen Gebieten und bei wichtigen Infrastrukturen hat die FSD den Bäuer·innen die Wiederaufnahme ihrer Arbeit ermöglicht, den Wiederaufbau erleichtert und die Bewegungsfreiheit wiederhergestellt. Zudem beseitigt sie eines der Hindernisse für die sichere Rückkehr vertriebener Menschen und trägt so zur Wiederherstellung der Stabilität in den betroffenen Regionen bei.

Dank der Sensibilisierung der Bevölkerung konnten Tausende Menschen ein sicheres Verhalten im Umgang mit Minen und Sprengkörpern erlernen. Dadurch konnte das Unfallrisiko deutlich gesenkt werden.

Im September 2026 wird das Programm der FSD in der Ukraine von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), dem US-Aussenministerium, dem Welt-Ernährungsprogramm (WFP), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), dem Partnership Fund for a Resilient Ukraine (PFRU) sowie von verschiedenen Stiftungen, Schweizer Kantonen und Städten und privaten Spender·innen unterstützt.