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Unsere Minenräumerinnen im Irak ebnen den Weg für die Rückkehr
Während des Konflikts mit dem Islamischen Staat waren im Irak Hunderttausende Familien gezwungen, aus ihren Dörfern zu fliehen. Einige von ihnen konnten seither in ihre Heimat zurückkehren, leben jedoch weiterhin in Gefahr, da auf Feldern, rund um Häuser und entlang von Strassen improvisierte Sprengkörper verstreut sind. Für andere Familien ist die Gefahr noch zu gross, um zurückkehren zu können.
In der Region Dibis arbeitet das ausschliesslich aus Frauen bestehende Minenräumteam der FSD täglich daran, diese verminten Gebiete sicher zu machen. Diese Frauen waren selbst vom Konflikt betroffen. Heute räumen sie Minen, damit Familien wieder Zugang zu ihrem Land erhalten, sich sicherer bewegen können und manche von ihnen endlich nach Hause zurückkehren können.
Normalität bedeutet für mich, ohne Angst leben zu können. Es bedeutet, morgens aufzuwachen und an den kommenden Tag zu denken, statt über das Gestern nachzugrübeln.
Normalität bedeutet, Land, das bewirtschaftet werden kann, ein sicheres Zuhause, in dem sich eine Familie niederlassen kann, Kinder, die draussen lachen und spielen, ohne dass ihre Eltern um ihre Sicherheit fürchten müssen, und die Freiheit, sich zu bewegen, ohne darauf achten zu müssen, wohin man die Füsse setzt.
Es ist diese Rückkehr in den Alltag, die unsere Minenräumerinnen am Ende jedes Tages vor Augen haben.
Wenn wir unsere Arbeit beendet haben und wissen, dass ein Gebiet sicherer ist als zuvor, wissen wir, dass wir dazu beigetragen haben, den Menschen etwas zurückzugeben, was ihnen der Konflikt genommen hat — die Freiheit, ohne Angst auf ihrem eigenen Land zu leben.
Für Asmaa ist dieses Engagement persönlich: Sie verlor ihren Bruder bei einer versehentlichen Explosion. «Die Erinnerung an ihn ist meine Quelle der Motivation. Wenn meine Arbeit dazu beitragen kann, einer anderen Familie den Verlust zu ersparen, den ich erlebt habe, dann erhält sie für mich eine tiefere Bedeutung.»
In einem nach wie vor von Männern dominierten Beruf sind diese Frauen stolz darauf, ihre Familien zu ernähren und gleichzeitig zur Sicherheit ihrer Gemeinschaft beizutragen. «Für eine Frau, die einen Verlust erlebt hat, kann die Möglichkeit zu arbeiten lebensverändernd sein. Es kann ihr helfen, ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen und das Gefühl zu entwickeln, dass sie auf eigenen Beinen stehen kann», erklärt Siham, die ihren Mann während des Konflikts verloren hat.
Seit Beginn der FSD-Einsätze im Irak im März 2016 haben ihre Teams mehr als 23’000 improvisierte Sprengsätze, über 2’000 Blindgänger und rund 100 Antipersonenminen entschärft. Die Arbeit dieser Minenräumerinnen ist mühsam und anspruchsvoll, aber unerlässlich, damit Familien endlich wieder ein normales Leben führen können.
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