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Ein zweites Minenräumteam nimmt seine Arbeit in der Ukraine auf
In der Region Charkiw bereiten sich Minenräumer·innen darauf vor, ein Feld zu betreten, auf dem zahlreiche Blindgänger zurückgeblieben sind. Ihre Schritte sind bedächtig, ihre Bewegungen präzise. Sie arbeiten akribisch, damit die Menschen in dieser Gegend eines Tages wieder sicher Landwirtschaft betreiben können.
Diese Minenräumer·innen wurden von der FSD ausgebildet und gehören nun zum Ukrainian Center for Humanitarian Protection (UCHP). Die FSD arbeitet seit 2025 mit der ukrainischen Nichtregierungsorganisation zusammen, um ihre Minenräumkapazitäten aufzubauen. Dabei wird sie von der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützt. Dank dieses Teamtransfers ist das UCHP nun in der Lage, humanitäre Minenräumung nach nationalen und internationalen Standards (IMAS) durchzuführen und so sowohl die Qualität als auch die Effizienz der Einsätze zu gewährleisten.
Genau das ist das Ziel des Projekts: die Vermittlung der erforderlichen Kompetenzen, damit die humanitäre Minenräumung vor Ort schrittweise, eigenständig und nachhaltig durchgeführt werden kann.

Für das UCHP geht es daher nicht nur darum, zu lernen, wie man Sprengkörper aufspürt und entsorgt. Gemeinsam mit der FSD baut die ukrainische NGO das gesamte Spektrum erforderlicher Kompetenzen auf: von der Untersuchung potenziell kontaminierter Gebiete über die Sensibilisierung der Bevölkerung bis hin zur Planung und Durchführung von Minenräumaktionen sowie der Bewältigung der administrativen und finanziellen Aufgaben, die für die langfristige Aufrechterhaltung dieser Aktivitäten notwendig sind.
Seit Beginn des Projekts im Jahr 2025 hat das UCHP ein breites Skillset aufgebaut. So haben die Teams 188 nichttechnische Untersuchungen durchgeführt und 481 Aufklärungsveranstaltungen zum Thema Sprengkörperrisiken abgehalten, an denen insgesamt 12’741 Menschen teilnahmen.
Und das Projekt hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Ein zweites, von der FSD ausgebildetes Minenräumteam ist nun voll einsatzfähig. Dank dieses zusätzlichen Teams, das Einsätze vor Ort durchführen kann, wurden allein im Juni fast 45’000 Quadratmeter Land geräumt.

Das Projekt steht noch ganz am Anfang. Bald wird ein drittes Minenräumteam zum Projekt hinzukommen, was einen weiteren Schritt in Richtung eigenständiger und nachhaltiger ukrainischer Minenräumkapazitäten darstellt.
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