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Philippinen
Minenaktion Frieden und Stabilität
Risikoaufklärung über die Gefahren durch Sprengkörper Humanitäre Minenräumung Unterstützung von Friedensprozessen
Die FSD unterstützt auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen den laufenden Friedensprozess durch Minenbekämpfung und verringert gleichzeitig die von Sprengkörpern ausgehenden Gefahren für die lokale Bevölkerung.
Eine mit Sprengkörpern verseuchte Insel
Die Insel Mindanao im Süden der Philippinen insbesondere die Autonome Region Bangsamoro in Muslim Mindanao (BARMM) ist seit Jahrzehnten von Konflikten zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen und der philippinischen Regierung geprägt. Diese Auseinandersetzungen haben zahlreiche nicht explodierte oder zurückgelassene Munition hinterlassen, die bis heute das Leben der Einwohner·innen bedroht. Ein Teil dieser Munition wird von bewaffneten Gruppen wiederverwendet, um improvisierte Sprengkörper herzustellen, die eine grosse Gefahr für die lokale Bevölkerung darstellen.
Die meisten Opfer sind Kinder, da sie die Gefahren von Blindgängern nicht kennen.
Unfälle verhindern und den Frieden fördern
Um Unfälle zu reduzieren, führt die FSD in konfliktbetroffenen Dörfern Sensibilisierungskampagnen zu den Risiken von Sprengkörpern durch und arbeitet daran, diese Themen in den Lehrplan der Schulen zu integrieren. Gleichzeitig führen unsere Teams in Gebieten, in denen der Verdacht auf Blindgänger oder improvisierte Minen besteht, Untersuchungen durch. Wird das Vorhandensein von Sprengstoffen bestätigt, unterstützt die FSD die philippinischen Streitkräfte bei deren Beseitigung. Darüber hinaus wurden Überlebende von Sprengstoffexplosionen zur medizinischen und psychosozialen Betreuung überwiesen, was einen wesentlichen Bestandteil der Opferhilfemassnahmen der FSD darstellte.
Über die unmittelbare Sicherheit hinaus nutzt die FSD die Minenbekämpfung als Instrument zur Unterstützung des Friedensprozesses. Durch die gemeinsame Arbeit bei humanitären Minenräumaktionen lernen die ehemaligen Kriegsparteien, zusammenzuarbeiten und wieder gegenseitiges Vertrauen aufzubauen, während sie gleichzeitig zur Sicherheit der Bevölkerung beitragen. Mit der Einweihung eines regionalen Einsatzzentrums in der BARMM im November 2025 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Das Zentrum wurde in Zusammenarbeit mit nationalen Behörden und Akteuren des Friedensprozesses eingerichtet und vereint die philippinische Polizei, die Streitkräfte und ehemalige Mitglieder der Moro Islamic Liberation Front (MILF). Dadurch ist eine schnelle und koordinierte Reaktion auf Meldungen über Sprengstoffgefahren möglich. Die Mitarbeitenden des Zentrums wurden von der FSD speziell geschult, um sichere und wirksame Einsätze zu gewährleisten.
Die FSD unterstützte zudem die Wiedereingliederung ehemaliger Kämpfer, indem sie 25 ehemalige MILF-Mitglieder beruflich ausbildete und ihnen so den Übergang ins zivile Leben ermöglichte.
Unsere Wirkung in Mindanao (2025)
394
potentiell kontaminierte Dörfer inspiziert
55’718
Kinder für die Gefahren von Sprengkörpern sensibilisiert
Auf dem Weg zu dauerhaftem Frieden
Die Aktivitäten der FSD in Mindanao haben dazu beigetragen, die Gefahren durch Sprengkörper für die lokale Bevölkerung zu verringern, indem Kinder und Erwachsene sensibilisiert und Überlebende an geeignete Hilfsangebote verwiesen wurden. Durch die Förderung der Zusammenarbeit zwischen ehemaligen Konfliktparteien und die Unterstützung beim Aufbau eines regionalen Minenräumzentrums trägt dieses Projekt darüber hinaus dazu bei, die Sicherheit zu verbessern und die Grundlagen für einen dauerhaften Frieden auf der Insel zu schaffen.
Im Jahr 2025 wurde das FSD-Programm auf den Philippinen vom australischen Aussenministerium, und privaten Spender·innen unterstützt.
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