FSD Logo - White

Minenräumer setzen ihre Arbeit fort

10 Oct 2020 | Irak, Minenräumung

Im August begann die irakische Regierung, Einschränkungen für NGOs im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie aufzuheben. Dadurch konnten Minenräumorganisationen ihre Arbeit mit einer Kapazität von 25% wieder aufnehmen. Die FSD mobilisierte zwei Teams im Dorf Kudila (Distrikt Makhmour, Provinz Nineweh) und organisierte für diese eine Auffrischung der technischen Ausbildung, eine erneute Beurteilung von Standorten und Sicherheitsplänen sowie ein medizinisches Training. Unsere Teams freuen sich sehr, ihre Arbeit weiterverfolgen zu können, um den vertriebenen Gemeinden die Möglichkeit zu geben, in ihre Häuser zurückzukehren.

Parallel zu der Wiederaufnahme ihrer Aktivitäten hat die FSD in diesem Monat einen neuen Vertrag mit dem Minenräumdienst der Vereinten Nationen im Irak unterzeichnet: Unser irakisches Team wird im Rahmen eines zweijährigen Programms für den Aufbau von nationalem Fachwissen verantwortlich sein. Dabei werden unsere Teams mit der irakischen NGO Al-Nabar zusammenarbeiten und sie bei der Entwicklung und Umsetzung einer Minenräumstrategie unterstützen. Darüber hinaus, wird die FSD technische Schulungen für die Mitarbeiter der NGO anbieten. Ziel ist es, dass die lokale Organisation schliesslich unabhängig agieren kann, sodass der Irak bald nicht mehr auf internationale Hilfe bei der Minenbekämpfung angewiesen sein wird. Die FSD wird die Minenräumerinnen und Minenräumer von Al-Nabar direkt vor Ort betreuen. Dadurch können sie Beziehungen zu den betroffenen Gemeinden aufbauen und längerfristig dazu beitragen, das soziale und wirtschaftliche Leben der Region zu regenerieren, welches in den letzten vier Jahren von der Gewalt stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

2 childrens against a FSD car in Iraq

Diese Arbeit wird durch Beiträge sowohl unserer institutionellen als auch unserer privaten Spender ermöglicht. Mit der Identifikation und Beseitigung verschiedener Sprengsätzen fliesst jeder Franken direkt in die Sicherung zusätzlicher Quadratmeter Land. Damit werden die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um die Landwirtschaft wiederaufzunehmen, die lokale Wirtschaft zu beleben und vor allem, um es Familien des Dorfes zu ermöglichen, in ihre Häuser zurückzukehren und sich dort ein neues Leben aufzubauen.

newsletter

Peut-on déminer à l’aide de drones? Une mine peut-elle tuer un chameau? Des réponses à vos questions, une fois par mois. Abonnez-vous pour ne rien rater!

  • Nouvelles du terrain
  • Vidéos de déminage
  • Interviews d’experts
  • Événements
  • Offres d’emploi

Ces articles pourraient vous intéresser

Räumung nach einer Explosion

Räumung nach einer Explosion

Ukraine: Komplizierte Räumungsarbeiten rund um ein explodiertes Munitionslager Jahidne liegt etwa zwei Stunden nördlich von Kiew und wurde während des Krieges traurigerweise als “Dorf der Märtyrer” bekannt. Mehr als 300 Einwohner, darunter etwa 60 Kinder, mussten im...

mehr lesen
Wie bei der FSD alles begann …

Wie bei der FSD alles begann …

In den 90er Jahren sahen Millionen von Menschen auf ihren Fernsehbildschirmen Aufnahmen aus Ländern, die durch Antipersonenminen kontaminiert wurden, und welch dramatische Auswirkungen dieser Umstand auf die betroffenen Bevölkerungsgruppen hatte. Im Jahr 1997 wurde...

mehr lesen
Zusammen gegen Landminen!

Zusammen gegen Landminen!

Gemeinsam gegen explosive Kriegshinterlassenschaften! Jedes Jahr erleiden tausende Zivilisten durch explosive Kampfmittel, u.a. Landminen, schwerwiegende Verletzungen oder werden sogar getötet. Nur ein falscher Schritt reicht aus, um eine tödliche Explosion...

mehr lesen
Anekdoten aus dem Feld

Anekdoten aus dem Feld

Die FSD war bei der sechsten Klasse des Florimont-Instituts in Genf zu Besuch! Im zweiten Teil dieser Serie stehen Sophie und Lise im Fokus. Sie sind neugierig und wollen mehr über die Aktivitäten unserer Entminer wissen. Tony und Yuliia, aus unserem...

mehr lesen